Zusammensetzung und Kampfstand der Freien Französischen Streitkräfte

 

Dezember 1940

Großbritannien:

(7 000 Mann Anfang August 1940), diverse Kleineinheiten.

Französisch Äquatorialafrika:

(17 500 Mann, davon 15 000 Eingeborene, im September 1940)

Marschbataillon 1 (Gabun)

Marschbataillon 2 (Ubangi-Schari)

Marschbataillon 3 (Tschad)

Marschbataillon 4 (Kamerun)

Marschbataillon 5 (Kamerun)

Ägypten:

1. Marinefüsilierbataillon (195 Mann)

Sudan:

13. Halbbrigade der Fremdenlegion (1 000 Mann)

Marokkanische Spahi-Schwadron (100 Mann)

Pazifik:

Expeditionskorps (in Bataillonsstärke im April 1941).

 

Dezember 1941

Ende 1941 belief sich die Gesamtstärke der Freien Französischen Streitkräfte für alle Waffengattungen auf rund 50 000 Mann.

Großbritannien: 1 150

Levante: 26 640

Libyen: 5 200

Äquatorialafrika: 18 000

Neukaledonien: 1 250

Tahiti: 410

Westindien: 200

 

Beim Heer stellt sich die Verteilung der Einheiten wie folgt dar:

In der Levante: zwei leichte Infanteriedivisionen, davon nur eine voll ausgerüstet

In Äquatorialafrika:

im Tschad: ein Schützenregiment

in Ubangi-Schari: ein Bataillon 

in Kamerun: ein Regiment 

in Gabun: ein Bataillon 

ein weiteres im Mittleren Kongo (Brazzaville) und eines in Pointe-Noire.

Depots und Nachschub-/Wartungsdienste in Brazzaville, Bangui und Libreville.

In Tahiti wurde eine autonome Kompanie Kolonialinfanterie aufgestellt.

Ostafrika: in Britisch-Somalia befindet sich eine Auffangstelle für die aus Dschibuti Ausgebrochenen sowie ein Marschbataillon (MB4), das auf Bitte des Vertreters des Freien Frankreich in Äthiopien am 31. Juli 1941 aus Syrien hierher verlegt wurde.

In Großbritannien: Generalstab der Freien Französischen Streitkräfte, Ausbildungseinheiten im Lager Old Dean von Camberley sowie in den Räumen einer Public School in Malvern (Worcester) untergebrachte Kadettenschule des Freien Frankreich. Das weibliche Freiwilligenkorps (früher: Corps féminin) umfasst etwa 150 Frauen.

 

Dezember 1942

Kämpfendes Frankreich

70 000 Mann (Juli 1942), davon 15 000 in Libyen.

Freie Französische Streitkräfte

Großbritannien: diverse Kleineinheiten (Marinefüsiliere usw.)

Levante: 2 Brigaden

Afrika: 2 Brigaden (Kamerun, Tschad)

Libyen: Streitmacht „L“

 

Dezember 1943

 

Französisches Expeditionskorps in Italien

4 Infanteriedivisionen

2..Marokkanische ID (am 1. Mai 1943 gegründet, in Italien Ende November 1943 eingesetzt)

3. AID (am 1. Mai 1943 durch Umwandlung der Marschdivision von Constantine gegründet und im Dezember 1943 in Italien eingesetzt)

4. Marokkanische Gebirgsjägerdivision (am 1. Juni 1943 ausgehend von der 3. motorisierten marokkanischen Division geschaffen, im Februar 1944 in Italien eingesetzt)

1. motorisierte Infanteriedivision (die am 1. Februar 1943 geschaffene 1. Freie Französische Division wird am 24. August 1943 in 1. MID umbenannt und im April 1944 in Italien eingesetzt)

3 Gruppen marokkanische Tabors

Korsika:

1. Infanteriedivision

9. Kolonial-ID (die motorisierte Kolonialdivision wird im März 1943 aufgestellt, am 16. April in 1. Kolonial-ID und am 16. Juli 1943 in 9. KID umbenannt)

Nordafrika:

3 Infanterie- und 4 Panzerdivisionen:

7. Algerische ID (die Marschdivision von Algier wird am 9. Juni 1943 zur 1. AID und erhält am 16. Juli 1943 die Benennung 7. AID)

8. AID (am 15. Juli 1943 geschaffen, am 16. Februar 1944 aufgelöst)

10. KID (die am 1. Juni 1943 geschaffene 2. KID wird am 6. September 1943 in 10. KID umbenannt und am 29. Februar 1944 aufgelöst)

1. Panzerdivision (am 1. Mai 1943 ausgehend von der 1. Leichtmotorisierten Brigade geschaffen)

2. PD (die Streitmacht „L“ wird am 16. Mai 1943 zur 2. DFL und erhält im August 1943 den Namen 2. PD)

3. PD (am 1. September 1943 geschaffen, am 1. September 1944 aufgelöst)

5. PD (die am 1. Mai 1943 geschaffene 2. PD wird am 16. Juli 1943 in 5. PD umbenannt)

Afrika :

- Gemischte Brigade des Freien Französischen Afrika (Fusion der Brigaden von Kamerun und Tschad).

 

Dezember 1944

560 000 Mann (1. September 1944)

1 Million Mann (Ende 1944)

Elsass

6 Infanterie- und 3 Panzerdivisionen

1. MID, 2. MID, 3. AID, 4.MMD, 9. KID

10. ID (geschaffen am 1. Oktober 1944)

1. PD, 2. PD und 5.PD

Alpen :

1. Infanteriedivision

27. Gebirgsjägerdivision (die Ende September 1944 geschaffene 1. Gebirgsjägerdivision wird am 16. November 1944 in 27. GJD umbenannt).

Atlantik:

1 Infanteriedivision

19. ID (im Morbihan konstituiert)

In Algerien gehen in den Jahren 1942 bis 1944 aus der Militärschule von Cherchell fünf Offiziersanwärterreihen hervor. Zwei davon erhalten nachträglich als Promotionsbezeichnung: „Fahnenweihe 1943“; „Rom und Straßburg 1944“ (Feierlichkeiten vom 20. Mai 1945 und vom 27. Mai 1945).

Von 4 500 aus dieser Schule hervorgegangenen Offizieren opfern 461 ihr Leben für Frankreich. Die Schule wird mit dem Kriegskreuz mit Palme ausgezeichnet.

 

Mai 1945

1 250 000 Mann

(insgesamt 5 Millionen amerikanische, britische und kanadische Soldaten auf dem europäischen Kontinent)

8 Divisionen

5 Infanteriedivisionen (1. MID, 2. MID, 3.AID, 4. DMM und 9. KID) und 3 Panzerdivisionen (1., 2. und 5. PD)

5 im Aufbau befindliche Divisionen:

5 Infanteriedivisionen (1., 10., 14. und 36. ID, 27. AID).

6 im Aufbau befindliche Divisionen:

3 Infanteriedivisionen (19., 23. und 25. ID)

1 Panzerdivision (3. PD) und 2 Kolonialdivisionen Fernost (1. und 2. KDFO)

Deutschland:

7 Infanterie- und 3 Panzerdivisionen

1. ID (am 1. Februar 1945 geschaffen), 2. MID, 3. AID, 4. DMM, 9. KID, 10. und 14. ID (geschaffen am 16. Februar 1945), 1. PD, 2. PD und 5. PD.

Alpen:

3 Infanteriedivisionen

1. MID und 27. AID.

Atlantik:

3 Infanteriedivisionen

19., 23. (die am 13. März 1945 geschaffene Division Gironde wird am 15. Mai in 23. ID umbenannt) und 25. ID (die am 13. März 1945 aufgestellte Brigade Oléron wird in die im Mai 1945 aufgestellte 25. ID eingebracht).