Von Krieg zu Krieg, 1914-1945

Das Attentat auf den österreichischen Thronfolger am 28. Juni 1914 in Sarajevo löst den Ersten Weltkrieg aus. Auf Grundlage der europäischen Bündnisse stehen Frankreich, Großbritannien, Russland (bis 1917) und andere Mächte dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn und ihren Verbündeten gegenüber. Im April 1917 treten die Vereinigten Staaten in den Krieg ein und leisten den Alliierten wertvolle Unterstützung. Der Konflikt endet am 11. November 1918 mit der Niederlage Deutschlands. Die schreckliche Bilanz nach vier Jahren Krieg: 10 Millionen Tote und beinahe ebenso viele Verwundete.

Mit dem Versailler Vertrag von 1919 gibt Deutschland das Elsass und Lothringen an Frankreich zurück und verliert weitere Gebiete. Die harten Friedensbedingungen lasten schwer auf der Weimarer Republik, die im November 1918 das Deutsche Kaiserreich abgelöst hat. Politische und wirtschaftliche Krisen fördern den Aufstieg des Nationalsozialismus; 1933 übernimmt Adolf Hitler die Macht.

Im „Dritten Reich“ werden Juden und Andersdenkende verfolgt, vertrieben oder verhaftet und in Lagern ermordet. Die nationalsozialistische Diktatur beginnt 1939 einen verbrecherischen Angriffskrieg, der 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht endet. Der Krieg fordert weltweit mehr als 60 Millionen Tote; 6 Millionen europäische Juden werden vernichtet.