De Gaulle im Kugelhagel

DR

Feuertaufe und erste Verwundung zwölf Tage nach Kriegsbeginn

Am 3. August 1914, dem Tag der Kriegserklärung an Deutschland, befehligt Oberleutnant de Gaulle den 1. Zug der 11. Kompanie des 33. Infanterieregiments in Arras.

Das Regiment kommt bereits in der Nacht vom 14. auf den 15. August zum Fronteinsatz und soll dem Feind im Abschnitt Dinant den Übergang über die Mosel versperren. Am 15. August erhält die ursprünglich in Reserve gehaltene 11. Kompanie Befehl, in einem Gegenangriff mit dem Bajonett die deutschen Soldaten zurückzuwerfen, die nach Einnahme der Zitadelle und Gefangennahme der Verteidiger über die Brücke in Dinant vorzudringen versuchen. Der Gegenangriff, an dem Oberleutnant de Gaulle an der Spitze seines Zugs teilnimmt, gelingt. Daraufhin beschließt der Kompanieführer, seinerseits die Brücke zu überqueren, wobei der von de Gaulle geführte Zug die Spitze übernimmt. Er wird von einem Kugelhagel aus MGs und Artilleriegeschossen empfangen; die aus fünf Mann, darunter de Gaulle, bestehende Spitze wird von den Kugeln niedergemäht, er selbst schwer am Knie verwundet. Das Vorgehen des 33. Regiments ermöglicht dem 73. Infanterieregiment die Wiedereroberung der Zitadelle von Dinant und die Wiedereinnahme des von den Deutschen gehaltenen Maasufers. Erst in der Nacht wird de Gaulle nach Dinant, anschließend nach Arras und dann nach Paris evakuiert, wo endlich das Geschoss entfernt wird; anschließend wird er zur Behandlung nach Lyon gebracht.