Biografische Zeittafel – Charles de Gaulle

Biografische Zeittafel – Charles de Gaulle

22. November   1890

Charles de   Gaulle wird in Lille in der rue Princesse Nr. 9 geboren.

1896-1900

Grundschule in   der Schule Saint-Thomas-d’Aquin in Paris.

1900-1907

Höhere Schule   in der Privatschule de l’Immaculée-Conception in Paris-Vaugirard.

1908

Vorbereitung auf die Offiziersschule von Saint-Cyr im Kolleg Stanislas in Paris.

1909

Nach Aufnahme   in die Offiziersschule meldet er sich zum Truppendienst und wird dem von   Oberst Pétain befehligten 33. Infanterieregiment in Arras zugeteilt.

16. April 1910

Beförderung zum   Gefreiten.

27. September

Beförderung zum   Unteroffizier.

14. Oktober

Eintritt in die   Offiziersschule als aktiver Offiziersschüler; Jahrgang "Fez" .

1. Oktober 1913

Beförderung zum   Leutnant.

3. August 1914

Deutschland   erklärt Frankreich den Krieg.

15. August

Leutnant de   Gaulle wird auf der Brücke von Dinant verwundet und kommt ins Lazarett (bis   Dezember), danach Rückkehr zur Truppe.

18. Januar 1915

Verleihung des   Croix de guerre.

3. September

Beförderung zum   Hauptmann.

2. März 1916

Hauptmann de   Gaulle wird in Douaumont verwundet und gerät in Gefangenschaft.

Mai-September

Im Journal officiel als vermisst gemeldet.   Aufenthalt in den Lagern Osnabrück, Neiße und Sczuczyn.

Oktober

Verlegung ins   Lager Ingolstadt.

29. Oktober 1916 bis 27. November 1918

Fünf   Ausbruchsversuche.

3. Dezember 1918

Heimkehr nach   Frankreich.

1919-1920

Einsatz in   Polen; Abkommandierung zur polnischen Armee.

29. Juli 1919

Ritter der   Ehrenlegion für tapferes Betragen in Douaumont.

8. Mai-3. Juni   1920

Abkommandierung   ins Kabinett des Kriegsministers.

1. Februar 1921

Nach Rückkehr   von einer erneuten Abkommandierung zur polnischen Armee, Lektor für   Geschichte an der Offiziersschule.

6. April

Eheschließung   mit Yvonne Vendroux.

Mai

Wohnungsnahme   in Boulevard de Grenelle Nr. 99, anschließend square Desaix Nr. 14 in Paris   (15e).

19. November

Verleihung des   polnischen Ordens « Virtuti Militari ».

28. Dezember

Geburt des   Sohnes Philippe in Paris.

3. November   1922

Eintritt in die   höhere Kriegsakademie.

1. März 1924

Veröffentlichung   von La Discorde chez l'ennemi im   Verlag Berger-Levrault.

15. Mai

Geburt der Tochter   Elisabeth in Paris.

1. März 1925

Veröffentlichung   des Artikels "Doctrine a priori ou doctrine des circonstances" in   der Nr. 45 der Revue militaire   française.

1. Juli

Abkommandierung   zum Stab des Vizepräsidenten des Höheren Kriegsrates, Marschall Pétain.

5. Oktober 1926

Versetzung zum   Stab der französischen Rheinarmee.

1. März und 1. April   1927

Veröffentlichung   des Artikels "Le Flambeau", in Nr. 69 und 70 der Revue militaire française.

7. April-22. April

Mehrere   Vorträge in der höheren Kriegsakademie.

25. September

Beförderung zum   Bataillonskommandeur und Versetzung zum 19. Jagdbataillon der französischen   Rheinarmee in Trier.

12. Oktober

Verleihung der   Medaille für Gefangenenausbrüche.

1. Januar 1928

Geburt der   Tochter Anne in Trier.

1. März

Veröffentlichung   des Artikels "L’action de guerre et le Chef" in Nr.  81 der Revue   militaire française.

18. Oktober1929  

Versetzung in   die Levante (Beirut).

1. Juni 1930

Veröffentlichung   des Artikels "Du caractère" in Nr. 108 der Revue militaire française.

1. Juni 1931

Veröffentlichung   des Artikels "Du prestige" in Nr. 120 der Revue militaire française.

6. November

Berufung ins   Generalsekretariat der nationalen Verteidigung.

1932

Umzug in den Boulevard   Raspail Nr. 110 in Paris (6e).

3. Mai

Tod des Vaters Henri   de Gaulle in Sainte -Adresse (Seine-Maritime).

22. Juli

Veröffentlichung   von Le Fil de l'épée im Verlag Berger-Levrault.

4. März

Veröffentlichung   des Artikels "Pour une politique de Défense nationale" in Nr. 3 der   Revue Bleue.

25. Dezember

Beförderung zum   Oberstleutnant.

5. Mai 1934

Veröffentlichung   von Vers l'armée de métier im   Verlag Berger-Levrault.

14. Juli

Bezug des Hauses   "La Boisserie" im Dorf Colombey-les-Deux-Églises im Departement Haute-Marne.

5. Dezember

Erste Begegnung   mit Paul Reynaud; Gespräch über das Thema Berufsarmee.

19. Dezember

Verleihung des   Offiziers der Ehrenlegion.

31. März 1935

Paul Reynaud legt   in der Kammer einen von Oberst de Gaulle und. Gaston Palewski ausgearbeiteten   Gesetzentwurf für ein Spezialkorps vor, das auf de Gaulles Vorstellungen für   eine Panzerdivision beruht.

16. April 1936

Beauftragung   als Gastlektor am Centre des hautes études militaires für das Studienjahr 1936-1937.

14. Oktober

Begegnung mit   Ministerpräsident Léon Blum, dem de Gaulle die Notwendigkeit der sofortigen   Schaffung einer Panzerarmee vorträgt..

25. Dezember   1937

Nach der   Beförderung zum Oberst, Übertragung des Kommandos über das 507. Panzerregiment in Metz.

27.   septembre1938

Veröffentlichung   von La France et son armée im   Verlag Berger-Levrault.

2. September   1939

Oberbefehl über   die Panzerstreitkräfte der V. Armee.

3. September

Frankreich und   Großbritannien erklären Deutschland den Krieg.

21. Januar 1940

De Gaulle verschickt   ein Memorandum über l'Avènement de la   force mécanique an 80 politische und militärische Persönlichkeiten.

17.-30. Mai

De Gaulle   zeichnet sich in Montcornet, nördlich von Laon, und dann in Abbeville aus, wo   er die vorrückenden Deutschen aufhält.

1. Juni

Ernennung zum   Brigadegeneral auf Probe.

5. Juni

Ernennung zum   Unterstaatssekretär im Ministerium für Nationale Verteidigung durch den   Präsidenten der Republik Albert Lebrun als Verbindungsmann zur britischen   Regierung im Hinblick auf die Fortsetzung des Krieges.

16. Juni

Die Regierung Paul   Reynaud tritt zurück.

17. Juni

De Gaulle verlässt   Bordeaux mit seinem Adjutanten Geoffroy de Courcel in Richtung England.

Ministerpräsident   Marschall Pétain bittet Deutschland um Waffenstillstand.

18. Juni

De Gaulle verbreitet   über die BBC gegen 20 Uhr einen Aufruf zum Widerstand an die Franzosen.

22. Juni

Erneuter Aufruf   zum Widerstand.

Marschall Pétain   verkündet den Waffenstillstand.

24. Juni

De Gaulle weist   in einer von Radio London verbreiteten Rede den Waffenstillstand kategorisch   zurück.

28. Juni

Die britische   Regierung erkennt de Gaulle als Chef der Freien Franzosen an.

3. Juli

Die britische   Flotte greift die vor Mers el-Kebir ankernde französische Kriegsflotte an.

10. Juli

Die   Deputiertenkammer überträgt Marschall Pétain sämtliche Vollmachten,   beauftragt ihn mit einer Verfassungsänderung und löst sich dann auf.

14. Juli

De Gaulle nimmt   in London die Parade der ersten Kontingente der Freien Französischen   Streitkräfte entgegen.

16. Juli

Tod der Mutter Jeanne   de Gaulle in Paimpont (Ille- et- Vilaine).

2. August

Verurteilung   zum Tod in Abwesenheit durch ein Militärtribunal von Vichy.

7. August

De Gaulle unterzeichnet   ein Abkommen mit der britischen Regierung über die Anerkennung des Freien   Frankreich.

22. August

Rede über Radio   London, in der der General die französischen Militärführer, die sich an den   Plänen des Feindes beteiligen, des Hochverrats beschuldigt.

31. August

De Gaulle reist   nach Afrika ab.

27. Oktober

Schaffung des   Verteidigungsrates des Weltreiches.

11. November

Ein Großteil   der Gebiete des Weltreiches ist in den Krieg eingetreten. Erste öffentliche   Demonstration des Widerstandes: die Studenten ziehen über die Champs-Elysées.

16. November

Schaffung des   Ordens der Befreiung.

20. Dezember

Rede über Radio   London, in der der General die Vichy-Minister, die Frankreich in die   deutschen Kriegsanstrengungen hineinziehen wollen, der «Kollaboration»   bezichtigt.

14. März - 31.   August 1941

Aufenthalt in   Afrika und der Levante.

24. September

Schaffung des   Französischen Nationalkomitees (Regierungsorgan des Freien Frankreich).

7. Dezember

Nach dem   Angriff auf den amerikanischen Stützpunkt Pearl Harbor erklärt Japan den   Vereinigten Staaten den Krieg.

8. Dezember

Das Freie   Frankreich erklärt Japan den Krieg.

1. Januar 1942

Die Erklärung   über die Schaffung der Vereinten Nationen wird von fünfundzwanzig Staaten   unterzeichnet. Das Freie Frankreich schließt sich ihr am 2. Januar an.

Auf Befehl von De   Gaulle springt Jean Moulin über Frankreich mit dem Fallschirm ab, um die   Widerstandsbewegungen der (noch unbesetzten) Südzone zu reorganisieren.

18. Juni

Zum zweiten   Jahrestag des Freien Frankreich rühmt de Gaulle in einer Rede in der Londoner   Albert Hall die Einheit der Widerstandsbewegungen, die Rolle des Weltreiches   im Krieg und die Solidarität der Alliierten.

14. Juli

Das Freie   Frankreich gibt sich den Namen Kämpfendes Frankreich.

August-September

Aufenthalt in   der Levante und in Französisch Äquatorialafrika.

8. November

Britisch-amerikanische   Landung in Marokko und Algerien.

11. November

Besetzung der   Südzone: Nunmehr ist ganz Frankreich besetzt.

27. November

Selbstversenkung   der französischen Flotte in Toulon und Rede de Gaulles über Radio London dazu.

24. Dezember

Admiral Darlan wird   in Algier ermordet.

26. Dezember

General Giraud wird   zum Hochkommissar und Oberbefehlshaber in Nordafrika ernannt.

22. Januar 1943

Konferenz von Anfa.

30. März

Jean Moulin begibt   sich erneut nach Frankreich und konstituiert den Nationalen Widerstandsrat.

30. Mai

General de   Gaulle trifft in Algier ein.

3. Juni

Konstituierung   des Französischen Komitees der Nationalen Befreiung (CFLN) unter dem   gemeinsamen Vorsitz der Generäle Giraud und de Gaulle.

21. Juni

Jean Moulin wird   in Caluire verhaftet.

3. Oktober

De Gaulle wird   alleiniger Präsident des CFLN.

28. November

Konferenz von   Teheran.

30. Januar 1944

Konferenz von Brazzaville   (Neugestaltung des Verhältnisses zwischen Kolonien und Mutterland).

1. Februar

Schaffung der   Französischen Inlandsstreitkräfte.

3. Juni

Der CFLN wird   zur Provisorischen Regierung der Französischen Republik, de Gaulle ihr   Präsident.

6. Juni

Alliierte   Landung in der Normandie.

14. Juni

De Gaulle geht   in Courseulles in der Normandie von Bord des Kreuzers La Combattante.

5.-12. Juli

De Gaulle reist   in die Vereinigten Staaten und nach Kanada.

15. August

Landung der 1.   Armee von General de Lattre und der alliierten Truppen in der Provence.

20. August

De Gaulle landet   auf dem Flugplatz von Maupertuis.

25. August

Die 2. französische   Panzerdivision befreit Paris, General Leclerc nimmt die Kapitulation von Stadtkommandant   von Choltitz entgegen.

De Gaulle richtet   sich wieder in seinem Büro im Kriegsministerium ein und hält eine Rede im   Pariser Rathaus.

26. August

De Gaulle   schreitet im Triumphzug die Champs-Élysées hinunter.

31. August

Verlegung der   Provisorischen Regierung von Algier nach Paris.

23. Oktober

Die von de   Gaulle geführte Provisorische Regierung wird von den Vereinigten Staaten,   Großbritannien und der Sowjetunion anerkannt.

25. November

Die 2.   Panzerdivision besetzt Straßburg.

November-Dezember

Reise in die UdSSR.

4. Februar 1945

Eröffnung der   Konferenz von Jalta, zu der Frankreich nicht eingeladen wurde.

11. Februar

Ende der   Konferenz von Jalta, auf der die Welt in Einflusszonen aufgeteilt wurde.

6.-9. April

Frontbesichtigung   in Deutschland, den Alpen und Nizza.

4. Mai

Die Division   Leclerc erreicht Berchtesgaden.

17. August

Charles de   Gaulle wandelt das Todesurteil gegen Marschall Pétain in eine lebenslange   Freiheitsstrafe um.

21. – 30. August

Reise in die   Vereinigten Staaten und Kanada.

9. Oktober

Unterzeichnung   der Verordnung über die Errichtung des Institut d’études politiques und der Ecole   nationale d’administration.

19. Oktober

Unterzeichnung   der Verordnung über die Pflichtsozialversicherung aller Beschäftigten.

2. November

Unterzeichnung   des Gesetzes über die vorläufige Organisation der Regierungsdienste.

13. November

Die   Konstituierende Versammlung wählt de Gaulle einstimmig zum Präsidenten der   Provisorischen Regierung.

10. Dezember

In einer   Rundfunkrede legt de Gaulle die Ziele seiner Regierungsarbeit dar: "Unabhängigkeit,   Produktion und Einheit".

20. Januar 1946

De Gaulle tritt   von der Regierung zurück und verkündet dies den versammelten Ministern.

26. Januar

Regierungsbildung   durch Félix Gouin.

5. Mai

Der von der   Konstituierenden Versammlung verabschiedete Verfassungsentwurf wird im   Referendum abgelehnt.

30. Mai

De Gaulle zieht   sich in sein Privathaus "La Boisserie" zurück.

16. Juni

General de Gaulle   spricht in einer Rede in Bayeux über das, was er von einer neuen Verfassung   erwartet.

29. September

Nach der   Abstimmung in der Konstituierenden Versammlung äußert sich de Gaulle in einer   Rede in Épinal erneut über seine Wünsche hinsichtlich der Verfassung.

13. Oktober

Mit der Annahme   der Verfassung in einem Referendum (1/3 Ja, 1/3 Nein, 1/3 Enthaltung)   entsteht die IV. Republik.

16. Januar 1947

Vincent Auriol wird   zum Präsidenten der Republik gewählt.

7. April

De Gaulle verkündet   in Straßburg die Schaffung der Sammlungsbewegung des Französischen Volkes (RPF).

26. April

Schaffung von l’Etincelle als Wochenblatt der RPF.

30. Juni

Veröffentlichung   von Discours et Messages 1940-1946 im   Verlag Berger-Levrault.

19. und 26. Oktober

Erdrutschsieg   der RPF bei den Gemeindewahlen.

28. November

General Leclerc   stirbt.

4. Januar 1948

Rede in Saint-Etienne   über die Partnerschaft zwischen Kapital und Arbeit.

6. Februar

Anne de Gaulle   stirbt.

25. Februar

Kommunistischer   Staatsstreich in Prag.

20. – 22. Juli

Erste Tagung   des Nationalrats der RPF in Paris unter Vorsitz von General de Gaulle.

16. November

Schaffung der   Fraktion Action démocratique et républicaine (Fraktion der RPF-Abgeordneten) im   Rat der Republik.

25. Juni 1950

Schlussrede auf   dem dritten Parteitag der RPF mit Ausführungen über die Politik, die   Frankreich braucht.

17. Juni 1951

Schwaches   Abschneiden der RPF bei den Parlamentswahlen (nur 118 von 625 Sitzen).

23. Juli

Marschall Pétain   stirbt.

18. Mai 1952

Rückgang bei   den Senatswahlen.

27. Mai

Unterzeichnung   des von René Pleven vorgeschlagenen Vertrags über eine Europäische   Verteidigungsgemeinschaft, Ablehnung durch den General und die RPF.

4. März – 1. April   1953

Reise nach   Afrika.

26. April und 3.   Mai

Niederlage bei   den Gemeindewahlen, die RPF wird auf Sparflamme gesetzt.

4. – 22. Oktober

Reise in die   Länder am Indischen Ozean.

23. Dezember

René Coty wird   zum Präsidenten der Republik gewählt.

7. Mai 1954

Fall der französischen   Festung Dien Bien Phu in Indochina.

22. Oktober

Veröffentlichung   des ersten Bandes der Kriegsmemoiren,   Der Ruf, im Verlag Plon.

1. November

Beginn des   Algerienaufstands.

1955-1958

De Gaulle zieht   sich völlig nach Colombey-les-Deux-Églises zurück; Beginn der   « Durchquerung der Wüste ».

25. Januar 1955

Ernennung von Jacques   Soustelle zum Generalgouverneur Algeriens.

8. Juni 1956

Veröffentlichung   des zweiten Bandes der Kriegsmemoiren,   Die Einheit, im Verlag Plon.

8. August bis 18.   September

Reise in die   französischen Antillen und die französischen Gebiete im Pazifik.

10. – 18. März   1957

Reise in die Sahara.

25. März

Unterzeichnung   der Römischen Verträge über den Gemeinsamen Markt und Euratom.

13. Mai 1958

Algier: Besetzung   des Generalgouvernements und Ausrufung eines Komitees des öffentlichen Wohls.

15. Mai

De Gaulle erklärt   sich zur Übernahme der Regierungslast bereit.

16. Mai

Ausrufung des   Notstands durch die Nationalversammlung und Rücktritt des Generalstabschefs   General Ely.

19. Mai

Pressekonferenz   im Palais d'Orsay.

27. Mai

Kommuniqué von De   Gaulle über die Errichtung einer republikanischen Regierung, die die Einheit   und Unabhängigkeit des Landes gewährleisten kann.

28. Mai

Rücktritt der   Regierung Pflimlin.

29. Mai

Berufung als Ministerpräsident   durch den Präsidenten der Republik, René Coty.

1. Juni

De Gaulle wird   von der Nationalversammlung mit dem Amt des Ministerpräsidenten betraut.

2. Juni

Die   Nationalversammlung gewährt ihm uneingeschränkte Vollmachten und beauftragt   ihn mit der Durchführung einer Verfassungsreform.

20. – 29. August

Reise nach   Schwarzafrika, Madagaskar und Algerien zur Erläuterung des Sinns der   künftigen Verfassung und des Bundesstatuts der Französischen Gemeinschaft.

4. September

Rede auf dem Place   de la République in Paris; Vorstellung der neuen Verfassung.

14. September

De Gaulle   empfängt Bundeskanzler Konrad Adenauer in Colombey-les-Deux-Eglises.

26. – 28. September

Die neue   Verfassung wird in einem Referendum von 80% der Franzosen gebilligt.

30. September

Bildung einer   Kommission unter Vorsitz von J. Rueff zum Thema des französischen   Finanzproblems.

3. Oktober

Schaffung der Union   pour la nouvelle République (UNR) als Sammelbecken der gaullistischen   Bewegungen.

21. Dezember

Wahl zum   Präsidenten der Französischen Republik und der Afrikanischen und Madagassischen   Gemeinschaft.

1959

De Gaulle beschließt   eine Finanzreform: den Neuen Franc mit der Säerin als Symbol. Mit dieser in   Gold konvertierbaren Währung kann Frankreich seine Grenzen öffnen, ohne auf öffentliche   Investitionen verzichten zu müssen. Damit kommt die Expansion in Gang.

1. Januar 1959

Der Gemeinsame   Markt tritt in Kraft.

8. Januar

De Gaulle tritt   sein Amt als Präsident der V. Republik an. Michel Debré wird Premierminister.

16. September

De Gaulle   verkündet das Prinzip der Selbstbestimmung für Algerien.

28. Oktober

Veröffentlichung   des dritten Bandes der Kriegsmemoiren,   Das Heil, im Verlag Plon.

19. – 21. Dezember

In Paris tritt   eine westliche Gipfelkonferenz zusammen, an der der Präsident der Vereinigten   Staaten, der britische Premierminister und der deutsche Bundeskanzler   teilnehmen.

26. Dezember

Tod des Bruders   Pierre in Neuilly-sur-Seine.

24. Januar 1960

Woche der   Barrikaden in Algier.

1. Februar

Kapitulation   des «Schanzlagers» von Algier.

13. Februar

Zündung der   ersten französischen Atombombe in Reggane in der Sahara.

5. – 8. April

Reise nach   Großbritannien.

18. April – 4. Mai

Reise nach   Kanada, in die Vereinigten Staaten, nach Guayana, Martinique und Guadeloupe.

Juli-August

Die Staaten der   Afrikanischen und Madagassischen Gemeinschaft werden in die Unabhängigkeit   entlassen.

4. November

In einer Rundfunk-   und Fernsehansprache vom Palais de l’Elysée aus legt de Gaulle seine   Algerienpolitik dar. Er spricht vom «algerischen Algerien».

8. Januar 1961

Referendum über   die Selbstbestimmung Algeriens (75% Ja-Stimmen).

22. April

Putschversuch   der Generäle Challe, Jouhaux, Salan und Zeller.

8. September

De Gaulle entgeht   einem Attentat der OAS in Pont-sur-Seine.

26. Dezember

Erlass eines   Gesetzes zugunsten der Rückkehrer aus Algerien.

7. – 18. März   1962

Treffen von Évian   zwischen Franzosen und FLN, das zur Unabhängigkeit Algeriens und zum   Waffenstillstand führt.

8. April

Referendum über   die Abkommen von Évian (90% Ja-Stimmen).

14. April

Die Regierung   Debré tritt zurück. Georges Pompidou wird Premierminister.

22. August

De Gaulle entgeht   einem Attentat in Petit-Clamart.

28. Oktober

Referendum über   die Direktwahl des Staatschefs in allgemeiner Wahl (62% Ja-Stimmen).

19. Dezember

Schaffung des   Sicherheits-Staatsgerichtshofs.

22. Januar 1963

Unterzeichnung   des Élysée-Vertrags durch General de Gaulle und Bundeskanzler Adenauer über   die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen Frankreich und der Bundesrepublik   Deutschland.

3. August

Frankreich   verweigert die Unterzeichnung des Moskauer Vertrags über das Verbot atomarer   Versuche in der Atmosphäre.

23. – 24. Dezember

Fertigstellung   der Gemeinsamen Agrarpolitik.

Unterzeichnung   der Brüsseler Abkommen.

27. Januar 1964

Anerkennung der   Volksrepublik China.

3. und 4. Juli

Reise nach Bonn.

8. Dezember

Verabschiedung   des V. Plans durch das Parlament.

23. Februar   1965

Gaston Palewski   wird Präsident des Verfassungsrates.

16. Juni

Die   französische Regierung kündet die vorzeitige Rückzahlung eines Großteils der   französischen Auslandsschulden an.

30. Juni

"Krise des   leeren Stuhls" in Brüssel.

4. November

De Gaulle erklärt   seine erneute Kandidatur für das Amt des Präsidenten der Republik.

5. Dezember

Der erste   Wahlgang macht eine Stichwahl notwendig.

19. Dezember

Sieg im zweiten   Wahlgang über Mitterrand (mit 54,5% der Stimmen).

8. Januar 1966

Einsetzung der   neuen Regierung Pompidou.

7. März

Frankreich   verlässt das integrierte System der NATO.

20. Juni – 1. Juli

Reise in die UdSSR.

1. September

Rede in Phnom   Penh, in der er die Vereinigten Staaten zur Neutralität gegenüber der   indochinesischen Halbinsel auffordert.

19. April 1967

Bundeskanzler Adenauer   stirbt.

29. Mai

Auflegung einer   Staatsanleihe zur Finanzierung prioritärer Privatinvestitionen als   Gegengewicht gegen die Inflationsgefahr und zur Stützung der Organe der   Sozialen Sicherheit.

5. Juni

"Sechstagekrieg";   De Gaulle verurteilt den Urheber der Kämpfe: "Frankreich hat gegen den   Krieg im Orient Stellung bezogen. Gewiss muss jeder beteiligte Staat, und   insbesondere der Staat Israel, das Recht haben, zu leben. Darum tadelte   Frankreich die gegen ihn von seinen Nachbarn ausgesprochene Bedrohung. Aber   es verurteilt auch die Eröffnung der Feindseligkeiten durch Israel".

23. – 27. Juli

Reise nach Quebec   anlässlich der Weltausstellung. Rede in Montreal ("Es lebe das freie Quebec!").

18. August

Veröffentlichung   der Verordnung über die Beteiligung der Beschäftigten an den   Betriebsergebnissen.

22. August

Veröffentlichung   der Verordnungen über die Reform der Sozialversicherung im Journal officiel.

6. – 12. September

Reise nach Polen.

5. – 6. Februar   1968

Reise nach Grenoble   anlässlich der X. Olympischen Winterspiele.

22. März

Anfänge einer   von revolutionären Studenten in Gang gesetzten Bewegung.

April-Mai

Studenten- und Arbeiterunruhen.

13. Mai

Beginn des   Generalstreiks.

14. – 20. Mai

Reise nach Rumänien.

20. Mai

Über 10 Millionen   Arbeiter sind im Ausstand.

29. Mai

De Gaulle   fliegt ins Hauptquartier der französischen Armee in Baden-Baden und kehrt   anschließend nach Colombey zurück.

30. Mai

Nach Paris   zurückgekehrt, verkündet er die Auflösung der Nationalversammlung.

31. Mai

Großkundgebung   zugunsten des Generals auf den Champs-Élysées.

4. - 6. Juni

Wiederaufnahme   der Arbeit im öffentlichen Dienst und in den Betrieben.

7. Juni

Rundfunk- und   Fernsehunterhaltung mit Michel Droit, in der er seine Interpretation der   Zivilisationskrise unserer Gesellschaft und die von ihm zur Abhilfe   getroffenen Beschlüsse erläutert.

15. Juni

Amnestierung   einiger Mitglieder der OAS, darunter General Salan.

23. – 30. Juni

Bei den Parlamentswahlen   erlangt die UDR eine erdrückende Mehrheit.

1. Juli

Frankreich   weigert sich, den Vertrag über die Nichtverbreitung von Atomwaffen zu   unterzeichnen.

21. August

Einmarsch der   Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei; Verurteilung dieses   Vorgehens durch de Gaulle.

24. August

Zündung der   ersten französischen Wasserstoffbombe in Französisch-Polynesien.

27. – 28. September

Reise nach Bonn.

29. November

Verabschiedung   des Regierungsentwurfs für die wirtschaftliche und finanzielle Genesung durch   das Parlament.

3. Januar 1969

Embargo über   Waffenlieferung an Israel.

2. März

Erster Flug des   Überschallflugzeugs Concorde nach Toulouse.

27. April

Niederlage beim   Referendum über die Reform des Senats und die Regionalisierung (52,4% Nein-Stimmen).

28. April

General de   Gaulle tritt zurück; Senatspräsident Alain Poher übernimmt das Amt ad interim.

10. Mai – 19. Juni

Privatreise   nach Irland.

September

Schaffung des   Nationalen Studienzentrums für das Werk von General de Gaulle mit Sitz in der   Rue de Solférino Nr. 5 in Paris (7e).

21. April 1970

Veröffentlichung   des ersten Bandes von Discours et   Messages, Pendant la Guerre. 18 Juni 1940-20 Januar 1946.

21. Mai

Veröffentlichung   des zweiten Bandes von Discours et   Messages, Dans l’attente. Januar 1946-Mai 1958.

3. – 27. Juni

Privatreise   nach Spanien.

18. Juni

Veröffentlichung   des dritten Bandes von Discours et   Messages, Avec le Renouveau. Mai 1958-Juli 1962.

3. Juli

Veröffentlichung   des vierten Bandes von Discours et   Messages, Vers l’Effort. August 1962- Dezember 1965.

18. September

Veröffentlichung   des fünften Bandes von Discours et   Messages, Vers le Terme. Januar 1966-April 1969.

23. Oktober

Veröffentlichung   des ersten Bandes der Memoiren der   Hoffnung, Die Wiedergeburt, 1958-1962.   Alle obigen Werke im Verlag Plon.

9. November

General de   Gaulle stirbt um 19.30 Uhr in "La Boisserie".

12. November

Beisetzung des   Generals in Colombey-les-Deux-Églises.

20. Februar   1971

Gründung des Institut   Charles de Gaulle durch die Herren A. Malraux, Präsident, Gaston Palewski, Vizepräsident,   Geoffroy de Courcel, Claude Hettier de Boislambert, Pierre Lefranc und Admiral   Charles La Haye. Sitz des Instituts: Rue de Solférino 5 in Paris.

19. März

Veröffentlichung   der beiden fertiggestellten Kapitel von Band II der Mémoires d’espoir, L'Effort (1962 - ...) im Verlag Plon.

23. März

Gründung des   Nationalkomitees für die Gedenkstätte.

18. Juni 1972

Einweihung der   Gedenkstätte in Colombey-les-Deux-Eglises durch den Präsidenten der Republik.