24. Juli 1967 - Rede in Montreal

 

INA

Unendliche Bewegung ergreift mein Herz beim Anblick der französischen Stadt Montréal. Namens des alten Landes, namens Frankreichs, grüße ich euch aus tiefster Seele. Ich verrate euch ein Geheimnis, das ihr für euch behalten sollt. Heute Abend und schon auf dem ganzen Weg hierher fühle ich mich in einer Atmosphäre, die mich an jene der Befreiung von Paris gemahnt.

Außerdem durfte ich feststellen, welch riesige Mühe des Fortschritts, der Entwicklung und mithin der Selbstbefreiung ihr hier unternehmt, und das muss ich in Montréal sagen, denn wenn es auf der Welt eine Stadt gibt, die mit ihren modernen Errungenschaften Vorbild ist, dann ist es die eure. Ich sage, die eure, und erlaube mir hinzuzufügen: die unsre.

Wüsstet ihr bloß, welches Vertrauen das nach gewaltigen Prüfungen erwachte Frankreich in euch setzt, wüsstet ihr, welche Zuneigung zu den Franzosen Kanadas es wieder zu empfinden beginnt, und wüsstet ihr, wie sehr es sich zur Mitwirkung an eurem Weg nach vorne und eurem Fortschritt bekennt! Darum hat es mit der Regierung von Quebec, mit der meines Freundes Johnson, Abkommen geschlossen, damit die Franzosen von beiden Ufern des Atlantik gemeinsam an ein und demselben französischen Werk arbeiten können. Zudem weiß Frankreich, dass ihr Frankreichs Tag für Tag etwas größere Mitwirkung hier erwidern werdet, seid ihr doch dabei, Eliten, Fabriken, Betriebe und Laboratorien zu errichten, die das Erstaunen aller hervorrufen und euch eines Tages, dessen bin ich gewiss, erlauben werden, Frankreich zu helfen.

Das wollte ich euch heute Abend sagen und hinzufügen, dass ich von dieser unerhörten Begegnung in Montréal ein unvergessliches Andenken mitnehme. Ganz Frankreich weiß, sieht und hört, was hier geschieht, und ich darf euch sagen, es fühlt sich davon bereichert.

Es lebe Montréal! Es lebe Quebec!

Es lebe das freie Quebec!

Es lebe das französische Kanada! Und es lebe Frankreich!